Fahrt nach Teisnach - Unternehmensbesuch Rohde & Schwarz

Rohde & Schwarz, Werk Teisnach
Rohde & Schwarz, Werk Teisnach

Aus Teisnach in die Welt -
Luft- und Raumfahrttechnik aus dem Bayerischen Wald

 

Unternehmensbesuch im Werk Teisnach des Münchner Technologiekonzerns 

Rohde & Schwarz, Partner der Technischen Hochschule Deggendorf

 

Die Akademie Ostbayern - Böhmen veranstaltete im Rahmen des Programmjahres ‚Künstliche Intelligenz‘ am Mittwoch, 19.10.2022, eine Fahrt ab Neunburg v. Wald nach Teisnach (bei Regen) zum Werk des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz. 

 

Hans-Peter Weiß

 

In Sachen Mobilfunk- und Hochfrequenz-Messtechnik, der Flugsicherungs- und militärischen Funkkommunikation wie auch auf dem Gebiet der Cybersicherheit und Netzwerktechnik ist die Firma Rohde & Schwarz Ansprechpartner Nummer eins in Deutschland. Zu einem Firmenbesuch im Werk Teisnach hatte die Akademie Ostbayern - Böhmen ihre Mitglieder eingeladen, einmal einen Blick hinter die verschlossenen Türen des Münchner Technologiekonzerns zu werfen.

 

In Kooperation mit dem Centrum Bavaria Bohemia veranstaltet die Akademie Ostbayern Böhmen im Rahmen des Programmjahres „Künstliche Intelligenz“ eine Informationsfahrt in den Bayerwald nach Teisnach. Für die Organisation zeichnete Ivana Danisch vom Centrum Bavaria Bohemia und seitens der Akademie Jonas Keilhammer verantwortlich. Verstärkte Einlasskontrollen und ein Fotografierverbot ließen erahnen, dass hier keine alltäglichen Produkte hergestellt werden. Der weltweit agierende Konzern mit seinen über 13 000 hoch qualifizierten Beschäftigten, die sich auf über 70 Länder verteilen, betreibt in Teisnach ein Zweigwerk mit 2000 Mitarbeitern.

 

Begrüßt wurden die Akademie-Mitglieder, unter der Führung ihres Vorsitzenden Josef Schönhammer, von Helmut Schmucker, dem stellvertretenden Werkleiter. Der studierte Maschinenbau-Ingenieur erzählte den Gästen von den umfangreichen Geschäftsfeldern, die sich von der Luft- und Raumfahrttechnik, über Cybersicherheit, Messtechnik, Automotive bis hin zur Kommunikations- und Medizintechnik erstrecken. Infolge der Grenzlandförderung hatten hier 1969 zwei findige Unternehmer den Grundstein für den heutigen Technologierkonzern mit einem Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2020/21 gelegt.

 

„Rohde & Schwarz entwickelt, fertigt und vertreibt auf einer Produktionsfläche von 74 000 Quadratmeter eine breite Palette an elektronischen Investitionsgütern für Industrie, Infrastrukturbetreiber und hoheitliche Kunden“, berichtete Schmucker. Das vielfach ausgezeichnete Mechatronik-Unternehmen ist ein vielseitiger und verlässlicher Systemlieferant, der vor Ort allein über 80 Software-Ingenieure zur Entwicklung von Sonderanfertigungen jeder Art, elektromechanischen Baugruppen, TV- und Hörfunksendern, Körperscanner oder kundenspezifischen Kommunikationssystemen beschäftigt. Darüber hinaus werden von den Beschäftigten, die hoch im Kurs stehen, mikromechanische Präzisionsteile, Leiterplatten, Gehäuse, Hohlleiter und Antennen an modernsten Arbeitsplätzen gefertigt. „Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind für den unabhängigen Konzern wichtige Themen, wobei der Mensch im Mittelpunkt steht“, unterstrich der stellvertretende Werkleiter Schmucker abschließend.

 

Partner des Technologie- oder Marktführers Rohde & Schwarz ist die Technische Hochschule Deggendorf. Christian Schopf, Leiter des Zentrums für angewandte Forschung, gab den Teilnehmern der Akademie anschließend einen Überblick über die 1994 gegründete Hochschule und seinen 15 angeschlossenen Standorten. 172 Professoren betreuen die über 8800 Studenten, die in 30 Forschungsgruppen an knapp 180 Forschungsprojekten arbeiten. „Hier im Bayerischen Wald verteilen sich sieben Institute der TH, die mit Rohde & Schwarz im Bereich der Hochfrequenzmesstechnik und der Mikrowellensimulation kooperieren. Die Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal gilt als Ziel der TH“, betonte Schopf. Die TH Deggendorf mit ihren knapp 1000 Mitarbeitern ist  ein Vertragspartner der Akademie Ostbayern - Böhmen.  

 

Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen konnten die Akademie-Teilnehmer einen nicht alltäglichen Blick hinter die Mauern des Zentrums für mechanische und elektronische Fertigung werfen. Insbesondere die Leiterplattenfertigung und die Herstellung der Körperscanner erregten das Interesse der Gäste aus Neunburg.

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